Infografik

Oktober | November 2026

Handelspolitik

Unfaires China

400.000 Arbeitsplätze – so hoch schätzt das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) den Verlust an Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland durch Chinas unfaire Konkurrenz seit 2019 – eine eher konservative Rechnung. Welche Mittel das riesige, autoritär geführte Land anwendet, um die europäische Konkurrenz an die Wand zu drücken, zeigt diese Übersicht.

Deutsche Leuchttürme

Unternehmen aus Deutschland erhöhen ihre Investitionen in China. Bestes Beispiel dafür ist das neue Werk von BASF in Zhanjiang. Dort hat das Unternehmen einen großen Verbundstandort errichtet – es ist die größte Einzelinvestition, die BASF je getätigt hat.

Investitionen in Milliarden Euro

Quelle: IGBCE

China exportiert wie irre

Das Land konnte seine Exporte nach Deutschland in jüngster Zeit deutlich steigern, während die deutschen Ausfuhren nach China zurückgehen.

Quelle: Statista

Chinas Chemieboom

Gerade die Produktion in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in China boomt. Das Land drückt die Produkte in den europäischen Markt – zu Preisen, bei denen keiner mithalten kann.

Umsatz der chemisch-pharmazeutischen Industrie Chinas in Milliarden Euro

Quelle: VCI

Hohe Subventionen

Kein Land subventioniert seine Industrie so stark wie China, die Subventionen liegen teils achtmal so hoch wie in anderen OECD-Staaten.

Subventionen in % des jährlichen Unternehmensumsatzes (Durchschnitt für 15 wichtige Industriezweige nach Standort des Unternehmenshauptsitzes für den Zeitraum 2005–24)

Quelle: OECD

Unterbewertete Währung

China manipuliert seine Währung, den Yuan. Er ist deutlich unterbewertet. Das macht die Produkte günstiger. Eine Unterbewertung zu beziffern, ist kompliziert, je nach Rechnung beträgt sie in etwa

Quellen: IWF, CFR

Keine Gewerkschaftsrechte

Chinas Gewerkschaften sind weitgehend machtlos – auch das ist ein Faktor im unfairen Wettbewerb. Der Globale-Rechte-Index des Internationalen Gewerkschaftsbundes sieht Deutschland ganz weit oben, China (fast) ganz unten.

* Durchschnitt

Quelle: International Trade Union Confederation